Am 22.03.2019 besuchte Frau Weber die Klasse 7/1. Organisiert wurde das Ganze von Frau Lange, die mit Frau Weber gut bekannt ist.

Frau Weber führt zumindest in unseren Augen ein sehr ungewöhnliches Leben, denn sie erblindete im Alter von 3 Jahren.

Doch das änderte nichts an ihrer Lebensfreude oder ihrem Leben allgemein. Sie hat einen normalen Job, Hobbys, eine Familie und besucht Schulklassen, um ihnen über ihr Leben zu erzählen, wie zum Beispiel in meiner Klasse.

In den zwei Stunden mit ihr ist mir besonders aufgefallen, dass sich das Leben von Blinden nicht besonders von unserem unterscheidet. Besonders heutzutage gibt es viele Alternativen und Versionen von Gegenständen für Blinde wie Uhren, die einfach mit Brailleschrift bestückt sind. Sogar ein Handy mit Apps wie WhatsApp, Facebook oder You Tube sind ganz einfach zu bedienen. Man muss nur über den Bildschirm streichen und/oder Siri fragen.

Kommen wir zurück zu Frau Weber und ihren Blindenhund Bluna. Bluna wird 10 Jahre alt und ist ein Labrador. Königspudel, Riesenschnauzer, Deutsche Schäferhunde, Labrador Retriever und Golden Retriever werden wegen ihrer Intelligenz bevorzugt als Blindenhunde ausgebildet. Wusstet ihr, dass die Ausbildung zu einem Blindenhund ein Jahr dauern kann? Wenn Frau Weber mit Bluna rausgeht, ist es Arbeit für Bluna, deswegen darf man auch nicht mit ihr während ihrer Arbeit spielen. So können keine Unfälle entstehen, wenn Frau Weber zum Beispiel zu ihren Hobbys gehen will. Hobbys? Ja! Denn selbst wenn du blind bist, gibt es eine riesige Auswahl an Hobbys, wie zum Beispiel Tischball oder Blindenfußball. Ich selbst lese nicht gerne, aber viele von euch sicherlich schon, so wie Frau Weber auch. Damit sie Bücher oder Magazine lesen kann, müssen sie allerdings in Brailleschrift geschrieben sein.

 

 

Die Brailleschrift wird von Blinden und stark Sehbehinderten genutzt und wurde 1825 von dem Franzosen Louis Braille entwickelt. Die Schrift besteht aus Punktmustern, die, meist von hinten in das Papier gepresst, mit den Fingerspitzen als Erhöhung zu ertasten sind.

Das Gespräch mit Frau Weber hat meiner Klasse und mir viel Spaß gemacht und uns einen Einblick gegeben, wie es ist, blind zu sein. Auch wenn es heutzutage viele Sachen gibt, die das Leben eines Blinden vereinfachen, sollte man Blinden oder grundsätzlich Behinderten helfen und sie respektieren.

 

Alexandros Dimitriou und Jannek Wolf, Klasse 7/1