Am 3.5. und 4.5.2013 fand im Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder) die Endrunde der Landesbiologieolympiade statt. Dazu hatten sich 56 Schülerrinnen und Schüler aus den Jahrgangstufen 7-12 qualifiziert. Auch wir, dass heißt Alexander S. (10/4) und Mareen K. (9/5), hatten uns im Regionalfinale einen Platz in der Endrunde erkämpft. So machten wir uns am Freitag mit großen Erwartungen und jede Menge Biologiebüchern auf den Weg zum Gauß-Gymnasium. Dort wurden dann (nach einer Stunde einschläfernden Wartens) die Startnummern und Zimmeraufteilungen vergeben. Außerdem erhielt jeder Starter ein T-Shirt mit dem Logo der Biologieolympiade: einem „Mikroskopierendem Waschbären“. Anschließend gingen wir hinunter in die Mensa, um unserem Körper ein paar Kohlenhydrate zu verabreichen. Diese sollte unser Kopf später noch zu Rauch verbrennen. Nach dem Mittagessen fand die Eröffnung mit musikalischer Untermahlung statt. Organisatorische Dinge wurden geklärt und uns wurde viel Erfolg bzw. Wissen gewünscht. Nach dem anschließenden Gruppenfoto begann auch schon der biologische Teil in der Aula. Wir „jungen Biologen“ erhielten die Aufgaben der 2 ½ -stündigen theoretischen Klausur. Diese bestand aus einem Multiple-Choice Teil und mehreren Komplexaufgaben zu den verschiedenen Teilgebieten der Biologie, wie z.B. Botanik, Zoologie, Ökologie, Genetik, Evolution und Physiologie. Nach 2 ½ Stunden denkerischer Bestleistungen und jeder Menge nach bestem Wissen bearbeiteten Aufgaben konnten wir uns mit einem kleinen Imbiss stärken. Anschließend ging es für (fast) alle Teilnehmer ins Hostel am Hochseilgarten. Dort hatten wir denn auch die Möglichkeit, nach dem Abendessen neben Kopfleistungen auch unsere Fähigkeiten an der Kletterwand unter Beweis zu stellen. Anschließend begaben wir uns wieder in unser Zimmer, wo wir lernten, Karten spielten oder einfach nur relaxten, um uns auf das Praktikum am nächsten Tag vorzubereiten.

Der nächste Morgen begann um 7.00 Uhr mit dem teils noch etwas verschlafenen Frühstück. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück zum Gauß-Gymnasium, wo um 8.30 das „gefürchtete“ Praktikum begann. Die 9. und 10. Klassen hatten jedoch Glück: statt den (nur halbherzig gelernten) Nachweisen von Stoffen kam das AB0 Blutgruppensystem dran. Eine leichte Aufgabe, bei der sich alle Teilnehmer einigermaßen sicher fühlten. Die meisten Neun- und Zehntklässler waren schon nach 1 ½ Stunden fertig, und so warteten wir die restliche Zeit in der Mensa und vertrieben uns die Zeit mit Kommunikation und Kartenspielen. Da wir alle Aufgabenteile hinter uns gebracht hatten, konnten wir nun entspannen. Nach dem Mittagessen durften wir jedoch erst einmal unsere kontrollierten Komplexaufgaben anschauen. So hatten wir zumindest eine Vorstellung davon, wo wir lagen. Jedoch hatten auch das Praktikum und der Multiple-Choice-Teil einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Danach hatten wir die Möglichkeit, 2 Vorträge von Schülern der 11. Klasse zu hören. Dabei stand nun aber nicht mehr der Leistungsdruck, sondern die Freude an biologischen Themen im Vordergrund. Während wir über die Mendelschen Regeln und die Internationale Biologieolympiade informiert wurden, kontrollierten in den Hinterzimmern die fleißigen Lehrer und Helfer unsere Arbeiten. So konnte nach einem weiteren kleinen Imbiss die Siegerehrung pünktlich um 15.00 Uhr beginnen. Zuerst sprachen der Landesbeauftragte der Biologieolympiade Frank Heinrich und weitere hochrangige Personen zu den Teilnehmern und Gästen. Anschließend wurden die Plätze der Sommerakademie vergeben. Da in diesem Jahr alle 7. und 8.-Klässler sehr gut waren, erhielten alle die Chance, diese Akademie zu besuchen. Danach wurden die Anerkennung für die Teilnehmer vergeben, die es (noch) nicht aufs Treppchen geschafft hatten. Auch Alexander erhielt eine Anerkennung und ein Bücherpaket. Nach den Anerkennungen wurden die 3. Preise mit Bronzemedaille vergeben. Anschließend wurden alle Silbermedaillengewinner aufgerufen und zu meiner großen Überraschung: Ich war dabei und erhielt eine Silbermedaille in der Jahrgangstufe 9! Nach den ersten Preisen wurden anschließend noch mehrere Sonderpreise vergeben. So erhielten ein Schüler und eine Schülerin den Sonderpreis der Schulleitung der Gauß-Gymnasiums beziehungsweise des Fördervereins des Gauß-Gymnasiums. Außerdem wurde Sonderpreise der BLiS e.V. (Brandenburgischer Landesverein zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler e.V.) für die Punktbesten Leistungen vergeben. Ein Schüler der 11. Klasse erhielt den Sonderpreis des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport für langjährige besondere Leistungen. Einen weiteren Preis verlieh das Institut für Medizinische Diagnostik Oderland für die besten Leistungen im Praktikum der 9. und 10. Klassen. Überraschenderweise gewann ich dort den ersten Sonderpreis, noch vor zwei 10.-Klässlerinnen.

Damit war das Finale der 18. Landesbiologieolympiade zu Ende. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und wir haben neues Wissen erworben. Eine Teilnahme an der Biologieolympiade ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen!

Mareen K., 9/5