Ein Abschiedsgedicht der Zwölfer in Erinnerung an die Chorfahrt 2020 

Am Morgen des 27. Januars  standen wir vollgepackt mit Koffern an der Schule bereit

und freuten uns auf die bevorstehende Gala-Vorbereitungszeit.

 

Dreißig Schüler an der Zahl, und es war gewiss: Mit Frau Jost, Herrn Höndorf und Herrn Krapp

hält uns diese Fahrt auf Trab.

 

Bereits auf halbem Wege legten wir einen kurzen Zwischenhalt ein,

besuchten das Kloster in Chorin, im winterlich kühlen Sonnenschein.

Wir lauschten einer Führung durch die Räume der unbekannten Weite,

die uns das Kloster in seiner imponierenden Breite zeigte.

In einem eindrucksvollen Saal, auf einer Bühne, folgten wir der Melodie von "Dona nobis pacem" und "Hashivenu"

und hörten dem Schall unserer Stimmen zu.

 

Nach fortgesetzter Fahrt, kurze Zeit später,

erreichten wir nach einigen Kilometern unser Reiseziel Groß Väter.

 

Unmittelbar nach der Anreise widmeten wir uns dann direkt den Musikstücken,

die hoffentlich jeden bei der Gala entzücken.

Erstmals befassten wir uns mit dem Lied “Kling Klang”,

das wir übten mit einem mehrstimmigen Gesang.

 

Schneller als gedacht, war dann auch schon der erste Tag vorbei,

so nutzen alle den Abend, denn wir hatten frei.

Am nächsten Morgen ging es wie gewohnt weiter,

der Tee war indessen jedermanns ständiger Begleiter,

sangen wir uns zunächst mit Liedern wie “Morgenbefreiuungskommitee” oder “Quodlibet Melodien” ein,

aber es durfte auch mal der “Tomatensalat” sein.

Anschließend probten wir unseren zweiten Beitrag “Heal The World” und waren gespannt,

da dieser Hit sehr viel abverlangt.

Können wir die Welt mit diesem Song heilen,

durch die Zeilen, Frieden verteilen?

Sorgen wir uns genug um diese Welt,

um das, was sie zusammenhält?

All diese Botschaften möchten wir versingen,

wollen nicht nur Freude, sondern auch mehr Frieden an die Menschen bringen.

Damit alle Lieder ihren bedeutenden Klang erreichen,

ließen wir keine Stunde Übungszeit verstreichen.

 

Zusätzlich und derweil,

ging es ins Detail,

um mit individuellen Registerproben mit den Männern, dem Sopran und dem Alt,

erklingen zu lassen eine sagenhafte Vielfalt.

Ernsthaftigkeit, aber auch Freude und Spaß standen währenddessen im Vordergrund,

so waren die Proben nicht trüb schwarz-weiß, sondern abwechslungsreich und bunt.

In den Pausen haben wir z.B. mehrfach das Lied “Dance Monkey” gesungen,

und auch bei weiteren Liedern sind uns spontane Darbietungen gelungen.

 

Den Abend ließen wir dann beliebig und gemütlich ausklingen,

so konnte man die abendliche Zeit an einer Kegelbahn verbringen,

oder im Proberaum den Film “Greatest Showman” sehen,

sich unterhalten oder auch einfach nur entkräftet zu Bett gehen.

Der vorletzte Tag brachte nochmals allerlei Schwung,

gegen Mittag bewältigten wir eine kurze Wanderung,

durch Regen, Wald und um den See,

und das war doch eine tolle Idee.

Ebenso übten wir auch an diesem Tag und brachten unsere Stimmen zum Ertönen,

damit wir uns alle an die Zeilen der Texte gewöhnen.

Um das Bestmögliche zu geben, zeigten jeden Tag andere Zwölfer, was sie in den Jahren haben gelernt,

haben das Einsingen geleitet sowie die Stimmen erwärmt.

 

Der Mittwochabend gestaltete sich abermals spontan,

und so war nun der folgende Plan,

eine kleine Vorstellung mit Beiträgen aller Art auf die Beine zu stellen,

um mit Freude diesen Abend zu erhellen.

So hörten wir von vielen Lieder,

die sie mit Begleitung des Klaviers sangen, wieder.

Alle nutzten die Chance, diese Gelegenheit,

wie folgt sangen Schüler aus der zwölften Klasse bspw. “Riptide”

und “Marmor, Stein und Eisen bricht”,

aber die Leidenschaft zum Chor doch nicht.

 

Auch wenn dieser Abend sich schnell dem Ende neigte,

er uns doch deutlich zeigte:

Chor kann wie eine Familie sein,

denn auf der Bühne stehen wir nie allein.

Chor als Familie, die im Herzen bleibt,

und uns vorantreibt.

Eine Gemeinschaft, die sich Chor nennt,

und sich, obwohl Menschen kommen und gehen, nicht trennt.

 

Nach dieser kleinen Show, mehr als amüsant,

haben wir gewartet, bis das Lagerfeuer hat gebrannt.

In einer kleinen Runde standen wir am knisternden Feuer,

umgeben von Glut und Flammen,

und mit Stockbrot zusammen.

Geselliger wurde der Abend, als wir noch anfingen gemeinsam zu singen,

Frau Jost brachte durch Begleitung ihrer Gitarre alle Töne zum Klingen.

 

Aus dem allbekannten Songbuch trafen wir eine nach der anderen Wahl,

und musizierten zusammen eine Vielzahl,

eine Vielzahl an Liedern, darunter auch "Alles nur geklaut" oder "Über Sieben Brücken musst du gehn",

um mit dem Chor gemeinsam in eine Zukunft zu sehn.

Auch für die weiteren Songs "Let It Be", "Eternal Flame" oder "What A Wonderful World" sammelten wir nochmals die letzte Kraft,

um auszudrücken jede einzelne Botschaft.

Doch auch diese Momente, fanden langsam ihr Ende.

Die letzte Nacht in Groß Väter stand bevor,

auf der kurzen jährlichen Reise mit dem Chor.

Am Donnerstagmorgen standen uns allen die Tränen im Gesicht,

da vielen der Abschied von der Zeit hier das Herz zerbricht.

Für ganze acht Schüler war es traurigerweise die letzte Chorreise.

Daher fiel die Heimkehr niemanden leicht,

und die Tage haben mal wieder nicht ausgereicht.

Jeder hätte gern noch eine Woche länger mit dem Chor verbracht,

doch zum Glück findet die Fahrt jedes Jahr aufs Neue statt.

Alles in einem war die Woche sehr abwechslungsreich,

jeder Tag war besonders, niemals gleich.

Vielen Dank unseren Lehrern für jeden Tag,

für all das, was Sie für uns hielten parat.

Es war uns bewusst, Übung macht den Meister,

doch vor allem durch Ihre Hilfe wurden die Proben angenehmer und leichter.

Sie haben uns bei jeder Sache neu motiviert,

auch wenn wir mal wegen der Tonlage waren frustriert.

 

Wir erarbeiteten aber nicht nur unsere Musik,

sondern konnten uns auch vielseitig entfalten,

und genau das sind doch Momente,

die wir in Erinnerung behalten.

Rückblicke in die Vergangenheit werden uns zeigen,

Chorfahrt begleitet uns bis auf Ewigkeiten.

Chorfahrt ist eine Zeit, die in Erinnerung bleibt.

 

 

Celina Schröder und die 12/2