Herzlich willkommen!


 

Ein wunderbares historisches Gebäude. Neueste Informationstechnik, moderne Sportanlagen und sogar ein eigenes Planetarium. Daneben der See. Dazu motivierte Lehrer, eine engagierte Elternschaft und die grüne Umgebung –
beste Voraussetzungen für schulischen Erfolg.

Und die optimale Vorbereitung aufs Studieren.

 

Ignorieren ist noch keine Toleranz."

 

Theodor Fontane

Schultheater

Unter der Oberfläche + Deadline

Ein intensives Stück berührte die Zuschauer im Raum 106 gleich zu Beginn – die Eigenproduktion der Klasse 7 „Unter der Oberfläche". Darin stellen sich vor: die Reporterin Luna, die Geflüchtete Felicitas und der Kapitän Paul Werner. Nach den eher positiven, belanglosen Schilderungen ihrer Erlebnisse gibt ein Sprechchor zu verstehen, dass das soeben Gehörte jedoch nicht das ist, was die Charaktere eigentlich sagen wollen. Letztendlich ist eine Verbindung zwischen den dreien erkennbar, als der Kapitän erzählt, wie er den Flüchtling umarmt und die Reporterin davon ein Bild schießt.


Die Klasse 10 präsentierte das Stück „Deadline" nach Henning Mankell. Dieses handelt von zwölf Menschen, die an einem Flughafen in Uganda auf das letzte Flugzeug nach Deutschland warten. Alle Personen, vom Sextouristen über den kranken Farmer mit seiner Frau bis hin zur Journalistin, waren aus unterschiedlichsten Gründen in Afrika, und genauso ungleich sind ihre Gründe für die Heimkehr. Die Gedanken und Gespräche der Charaktere drehen sich um die AIDS-Katastrophe und deren Folgen in Uganda. Im Zentrum steht auch ein „Erinnerungsbuch" einer Lehrerin aus Uganda, die ihre Geschichte für ihre drei Kinder aufgeschrieben hat. Auf diese Weise wird die Erinnerung an sie bleiben, so früh sie auch ihre Familie aufgrund der Krankheit verlassen muss. Während die Charaktere von den als unwirklich empfundenen Geschehnissen in Afrika berichten, rückt die Realität auch an sie heran, als sie selbst im Wartesaal Zeuge davon werden, als ein Wachmann ein Kind erschießt, welches versucht hatte sie zu bestehlen. Videosequenzen, an die Decke projiziert, zeigten eine bedrohliche, unwirkliche, zerrissene, feindliche Lebenswelt. Auch hier wurde das gezeigt, was sich für uns Europäer „unter der Oberfläche" abspielt. Die Zuschauer konnten sehr intensiv an sich selbst überprüfen, ob ihre bislang „lockere", unbekümmerte Sichtweise auf diesen gebeutelten Kontinent und seine Menschen dieselbe ist, oder wieweit sie sich mit den Menschen identifizieren können.

 

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 Klasse 7: "Unter der Oberfläche"

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Klasse 10: "Deadline" - Illustres Völkchen am
                    Flughafen in Afrika


Beide Darbietungen waren äußerst gelungen und die investierte Mühe wurde vom Publikum ausgiebig bejubelt.


Die Profilkurse „Darstellendes Spiel" der Klassen 7 und 10 unter Leitung von Frau Berndt hatten am 20. und 21. Juni 2017 in diesem Rahmen die Ergebnisse des Schuljahres vorgestellt. Vielen Dank dafür. Es war toll.


Lisa und Josie, 9/4