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Wie alles begann: Die Entstehung des Lebens

Diese Frage, wie das Leben entstand, beschäftigt die Wissenschaftler schon eine ganze Weile. Denn bis heute ist man sich nicht sicher, ob sich das Leben allein auf der Erde entwickelt hat oder ob es aus dem Weltraum mit Hilfe von Asteroiden und Kometen zur Erde gelangte.
Falls das Leben durch Asteroiden- und Kometeneinschläge auf die Erde gekommen ist, hätte es im Weltall entstehen müssen oder es hätte sich zu erst auf einem anderen Planeten entwickelt und wäre dann zu uns gekommen. Diese Szenarien sind relativ unwahrscheinlich, denn im Weltall ist es viel zu kalt, damit sich die hochkomplexen Strukturen des Lebens bilden können. Auch ist es sehr unwahrscheinlich, dass es von einem anderen Planeten kommen könnte, denn dort hätte ein sehr großes Objekt mit dem Planeten kollidieren müssen, damit Teile des Planeten hinaus ins Weltall geschleudert werden. Bei einem solchen Einschlag wären enorme Temperaturen entstanden, die das Leben  zerstört hätten. Selbst wenn es einige Lebewesen überlebt haben sollten, hätte sie mehrere Millionen Jahre durch die Kälte des Weltalls treiben müssen, um dann durch einen sehr großen Zufall auf die Erde zu fallen. Auf der Erde würden sie dann wieder neue Lebensbedingungen vorfinden, an die sie nicht angepasst sind und die, die bis hierhin überlebt haben sollten, werden dann noch durch die natürliche Auslese dezimiert, sodass die überleben, die am besten angepasst sind. So viele Zufälle sind sehr unwahrscheinlich, es sei denn eine hoch entwickelte Spezies hätte vor einigen Milliarden Jahren das Leben überall in der Galaxis verteilt.
Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Grundbausteine des Lebens, die Aminosäuren, durch Kometen und Asteroiden auf die Erde gebracht wurden, denn diese Grundbausteine konnten im Weltall in interstellaren Gaswolken nachgewiesen werden. Die Aminosäuren bauen die Eiweiße (Proteine) auf. Es gibt über 260 Arten der Aminosäuren, doch das Leben hier auf der Erde nutzt lediglich 20. Ein Eiweißmolekül besteht aus 100 dieser 20 verschiedenen Arten von Aminosäuren und es könnte diese auf  verschiedene Arten zusammenfügen. Zum Vergleich: Die Anzahl aller Teilchen im Universum beträgt  . Allerdings nutzen die Lebewesen auf der Erde nur ungefähr 100.000 dieser Möglichkeiten. Da sich Aminosäuren bereits in den interstellaren Gas- und Staubwolken finden, könnte es sein, dass sie nicht nur die Grundlage des Lebens auf der Erde sind, sondern auch die Grundlage jedes anderen  Lebens in unserer Galaxie.
Das Leben kann jedoch auch auf der Erde entstanden sein, denn zu der Zeit, in der hier das Leben entstand, bestand die Atmosphäre der Erde aus vielen chemischen Stoffen. Es wurde nachgewiesen, dass durch Energiezufuhr (z.B. Blitze) komplexe chemische Moleküle wie Zucker und auch Aminosäuren entstanden. In einer dritten Theorie könnte das Leben auch zuerst am Meeresgrund in der Nähe der Schwarzen Raucher entstanden sein, denn hier strömen viele chemische Stoffe aus dem Erdinneren, die durch die Wärme wieder zu komplexen Molekülen wurden.

 

Bisher konnten aber immer nur die Grundbausteine des Lebens nachgewiesen werden, aber es ist noch nicht gelungen festzustellen, wie aus den Grundbausteinen das Leben entstand. Die ersten Lebewesen haben auch dafür gesorgt, dass unsere heutige Atmosphäre so viel freien Sauerstoff enthält, denn eigentlich wird der Sauerstoff durch chemische Reaktionen gebunden. Würden die Wissenschaftler einen Planeten finden, der eine relativ hohe Konzentration von Sauerstoff in seiner Atmosphäre hat, so ist Chance, dass es dort anderes Leben gibt, relativ hoch.

 

Max Pritzkuleit, Jggst. 11

 

Vgl. Quelle: Harald Lesch und Jörn Müller: Big Bang, zweiter Akt. Auf den Spuren des Lebens im All,  Wilhelm Goldmann Verlag, München (Seiten 124-144), 4. Auflage

 

Max hält uns jeden Monat zum Himmelsgeschehen überm TFG auf dem Laufenden.

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